Alkohol und exzessives Trinken

benos

Prof. Dr. med. Ioannis Benos

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Als Getränk des Menschen kommt nach dem Wasser an zweiter Stelle Alkohol in verschiedenen Verdünnungsformen vor, insbesondere als Bier und Wein. Die Mengen, die auf der ganzen Welt getrunken werden sind enorm. Dabei kursieren angebliche „wissenschaftliche“ Informationen, dass Alkohol „Gutes“ für den Menschen tue, vor allem Rotwein sei gut für die Arterien. Nun haben das Wissenschaftlerteam um Craig Knott vom University College von London diese Meinung entkräfte, indem sie feststellten, dass Alkohol sogar in „normalen“ Mengen schädlich für den Organismus sei. Eigentlich ist Alkohol für den Organismus wertlos. In unseren Körper werden einige kleine Mengen Alkohol als Abbauprodukt, lies Müll, produziert, die gleich vernichtet werden. Die einzige „positive“ Wirkung von Alkohol ist die Narkotisierende sowie eine psychische Enthemmung, andererseits werden aber Gehirnzentren gehemmt z.B. Kritik- und Urteilsfähigkeit sowie die Abnahme der Reaktionsgeschwindigkeit, der Konzentration, der Aufmerksamkeit und einiges mehr. Alkohol als Energiequelle des Körpers, also Kalorienspender oder als Beruhigungsmittel, ist wegen seiner vielen Nebenwirkungen völlig ungeeignet. Manche Medikamente werden wegen viel weniger Nebenwirkungen verteufelt, Alkohol nicht. Außer den genannten Nachteilen führt Alkohol zu Veränderungen der Hormone und des Stoffwechsels der Kohlenhydrate, der Fette, der Aminosäuren und Proteine. Das alles ist dem Trinkenden nicht sichtbar und nicht spürbar. Erst nach Jahren treten Krankheiten auf, die der Trinkende jedoch nicht in Zusammenhang mit dem Alkohol bringt.

Das größte Problem ist allerdings das exzessive Trinken und der Alkoholismus, die massenweise Krankheiten mit sich bringen (darüber möchte ich im nächten Heft berichten) und verantwortlich für Millionen Tote auf der ganzen Welt sind. Außer den unabsehbaren Folgen des sog. normalen Trinkens entstehen weitere schwere Krankheiten, wenn man z.B. täglich mehr als drei Flaschen Bier trinkt oder mehr als einen ½ Liter Wein, von Spirituosen ganz zu schweigen. Um die Gefahren möglichst zu umgehen, muss jeder „normale“ Trinker zwei Tage in der Woche abstinent leben. Wer dies nicht einhält läuft Gefahr, früher oder später eine Alkoholfolgekrankheit zu bekommen oder chronischer Alkoholiker zu werden mit schlimmen Folgen. Für die ganze Dauer der Schwangerschaft gilt jedenfalls „Null pro Mille“. Die Gefahr der Entstehung eines fetalen Alkohol-Syndroms ist sehr groß. In Deutschland werden jedes Jahr 10.000 Kinder mit geistigen oder körperlichen Schädigungen geboren, weil ihre Mütter Alkohol während der Schwangerschaft tranken.

Exzessives Trinken und Alkoholismus sind nicht neu. Etliche antike Kulturen kämpften gegen diese Untugend. Bei den Thrakern z.B. wurde es zu einem großen Problem, so dass einige ihrer Könige das Trinken alkoholischer Getränke verbaten, gewiss ohne großen Erfolg. Tacitus wiederum berichtet von der Unmäßigkeit der Germanen. Nur religiöse Vorschriften konnten und können die Unmäßigkeit eindämmen, wenngleich nicht ganz beseitigen. Deswegen verbietet der Islam das Trinken alkoholischer Getränke. Aber in alkoholkonsumierenden Ländern finden auch Moslems Wege zum Trinken, während sie andere religiöse Vorschriften einhalten. Mancher würde denken, es gebe eine erbliche Neigung zum Alkoholismus. Hier muss man mit Nein antworten. Die Forschung konnte keine Gene dafür finden und keine Alkoholiker-Persönlichkeit. Was aber gefunden wurde ist die Neigung, Alkoholisches zu mögen. Diese Trinkneigung bedeutet aber nicht, dass der/diejenige dem Schicksal hilflos ausgeliefert sind. Wenn die Regeln eingehalten werden, wird er/sie nicht zu Alkoholiker/in. Andererseits kann einer auch ohne diese Neigung Alkoholiker werden, wenn er/sie anfängt, diese Getränke wegen einer ihrer oben erwähnten Eigenschaften oder als Betäubungsmittel einzunehmen.

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