Durch geistige Aktivierung psychosomatische Gesundheit erreichen

benosProf. Dr. med. J. Benos

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Mentale Störungen sind ein großes weltweites Problem. Allein in den USA leiden 10% der Erwachsenen und jeder Fünfte der unter 18-jährigen. Die U.S.- Amerikaner die alles in Geld umsetzen errechneten den ökonomischen Schaden durch mentale Störungen in den USA im Jahr 2009 mit 147 Milliarden Dollar. Auch der Zusammenhang zwischen mentaler Störung sowie Verhaltensstörung auf der einen Seite und Gewalt auf der anderen ist hoch signifikant.

Aus diesen Gründen hat die WHO das Problem erkannt und ihre Prävention seit 1989 zu ihrem offiziellen Programm erklärt und deshalb ein Papier über die möglichen Gründe der Entstehung dieser Störungen ausgearbeitet. Es werden verschiedene Maßnahmen zur Behebung bzw. Beseitigung der Ursachen vorgeschlagen. Reicht dies aber aus? Ist es nicht besser die Störungen vorzubeugen? Wir wissen, dass sich die krankmachende Faktoren oft gar nicht und wenn, dann nicht ganz beseitigen lassen. Aber wir können unser Körper und Psyche stärken und eine Mauer gegen die Übeltäter bilden.

Über mentale Gesundheit, die durch körperliche Gesundheit erreicht wird, zu sprechen, hieße „Eulen nach Athen zu bringen“. Es gibt zahlreiche Untersuchungen, die beweisen, dass körperliche Gesundheit die mentale Gesundheit fördert. Körperliche Krankheiten führen immer zu mentalen Störungen. Dies wussten bereits die alten Griechen „Νους υγιής εν σώματι υγιή κατασκηνεί“ (ein gesunder Geist wohnt in einem gesunden Körper) und die Römer übernommen hatten. Es ist kaum glaubhaft, dass ein kranker Mensch nicht deprimiert wird oder nicht an Depressionen leidet. Selbst bei einem Schnupfen stellt sich oft schlechte Laune ein und man fühlt sich gehandicapt.

Kann auch geistige Aktivierung zu mentaler Gesundheit führen? Die Antwort ist ja.

Geistige Aktivierung d.h. Anregung des Gehirns führt zu geistiger Fitness und zur Erhaltung der geistigen Gesundheit. Allerdings bedarf kein isoliertes Training sondern ein Holistisches, d.h. nicht nur das Gehirn direkt trainieren. Auch künstliche geistige Aktivierung kann ins Gegenteil umschlagen und anstelle mentaler Gesundheit mentale Krankheit verursachen, wenn wir z.B. mit künstlichen Mitteln geistige Aktivierung herbeiführen wollen d.h. mit Drogen. Wir haben zwar zuerst die gewünschte geistige Fitness, aber um sie zu erhalten, wiederholen wir die Einnahme mit der Folge der Adaptation des Gehirns, die uns zu einer Dosiserhöhung zwingt und damit zu Missbrauch oder sogar Abhängigkeit mit geistigen und körperlichen Folgen.

Also geistige Aktivierung zu erreichen empfiehlt sich nur unter Zuhilfenahme natürlicher Mittel und Wege. Wir haben drei Methodenkomplexe angeführt, die zu mentalen und gewiss auch zu körperlichen Gesundheit führen, für die genügend wissenschaftliche Belege hinsichtlich ihrer Effizienz existieren. Es handelt sich dabei um eine gesunde Ernährung, körperliches Training und geistige Übungen.

Zur Ernährung:  Am gründlichsten untersucht wurde eine erfolgreiche geistige Fitness und körperliche Gesundheit durch mediterrane Kost, die heute sogar in Griechenland vernachlässigt wird. Aus den USA gibt es mehrere Untersuchungen, die beweisen, dass ältere Menschen länger geistig aktiv bleiben, wenn sie sich nach mediterraner Art verköstigen. Aber was ist Mittelmeerkost? Täglich frisches Obst und Gemüse, vor allem grünes Gemüse wie Kopfsalat, Endivien, Broccoli usw. und rotes Gemüse wie Tomaten und rote Rüben. Zwiebeln oder Lauch und Vollkornbrot zu jeder Mahlzeit sowie Pflanzliche Gewürzte vor allem Petersilie, Sellerie, Origano, Kurkuma und Paprika. Des Weiteren werden Speisen in Olivenöl zubereitet, keine tierischen Fette, wobei Butter in kleinen Mengen, Milch und Käse erlaubt sind. Nur magerer Käse wurde oft genossen. Fisch mehrmals die Woche und Fleisch höchstens einmal pro Woche, am besten Geflügel. Bereits Aristoteles ermahnte, weißes Fleisch zu essen und rotes zu meiden. Hülsenfrüchte, insbesondere weiße Bohnen dürfen auf der Speisekarte nie fehlen. Als Snacks sind Mandeln, Walnüsse oder Haselnüsse zu empfehlen. Ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist ebenfalls sehr wichtig (mindestens 11/2 Liter tägl.) . Dafür ist Wasser das beste Getränk. Diese Kost soll nach Reiseberichten aus Griechenland des 17., 18. und 19. Jahrhunderts die einheimische Bevölkerung vor Krankheiten geschützt haben und mental gesund bis ins hohe Alter bewahrt haben, während Ausländer welche diese verschmähten, krank wurden und etliche starben. Der zweite Faktor für die mentale Gesundheit über die geistige Aktivierung fördernde Faktor, die körperliche Betätigung, wird heute von allen Gesundheitsmedien und Krankenkassen als Gesundmacher zu Recht propagiert (Es genügt sogar halbe Stunde Spaziergang tgl.) Der dritte Faktor oder besser das dritte Bein zur mentalen Gesundheit das geistige Training wird durch eine ständige Inanspruchnahme der geistigen Funktionen durch Diskussionen, Bücherlesen und geistige Übungen (nur Kreuzworträtsellösen genügen nicht), Gedächtnistraining, mathematische Aufgaben u.a. erreicht.