Antike Philosophen und Wassertrinken

Prof. Dr. med. J. Benos

στα Ελληνικά

Es ist bekannt, dass der Mensch täglich etwa zwei Liter Flüssigkeit zu sich nehmen muss um gesund zu bleiben. Darüber gibt es zahlreiche Untersuchungen, die es festgestellt haben. Im Alter lässt eigentlich das Durstgefühl nach, so dass die kaum etwas trinken und sie verdursten ohne es zu merken. Das erkennt man wenn man die Haut an den Händen etwas abhebt und sie bleibt eine Zeitlang eine Falte, dann besteht eine Austrocknung des Körpers, der Mensch hat nicht genügend getrunken. Die alten Griechen hatten über Alles Gedanken gemacht und die Ursachen aller Phänomene gesucht, erkannten die Wichtigkeit des Wassertrinkens. Deswegen verwundert es keinen, dass sogar einige philosophische Schulen das Wassertrinken in ihrem Programm aufgenommen hatten, denn sie hatten die Folgen des Wassermangels für den Körper erkannt.

Pythagoras der Philosoph aus Samos bekannt allen Schülern wegen seinem Lehrsatz mit den Kathetern und der Hypotenuse, war nicht nur Mathematiker sondern auch ein Religionsstifter. Er verließ seine Heimat wegen der Diktatur des Polykrates (man denke an seinen Ring bei Schiller) und bereiste den ganzen Orient. Zurückgekehrt fand seine Heimat immer noch unter Diktatur und reiste deswegen weiter nach Kroton eine griechische Stadt in Süditalien, wo er Anhänger hatte. Dort verkündete er auch seine religiösen Vorstellungen. Glaube nur an einem Wesen, das er „höchstes Wesen“ (υπέρτατον Ον) nannte. Die vielen Götter des griechischen Pantheon wären nur anthropomorphische Darstellungen physikalischer Phänomene, ethisches Leben, Unterstützung der Mitglieder untereinander, Gleichberechtigung aller Menschen, Befreiung der Sklaven, und gleiche Stellung der Frau in der Gesellschaft und der Rechtsprechung, diätetische Vorschriften u.a. Darunter empfahl er das Trinken von Wasser und nur minimales Trinken von Wein. Wasser sollte viel getrunken werden, weil es gut für die geistige und körperliche Gesundheit wäre. Pythagoras muss seine Beobachtungen gemacht haben über die Auswirkungen an den Körper und Geist bei chronischem Wassermangel. Die Erklärung vieler physikalischer Phänomene suchte er mit Mathematik In seiner Religion konnte Mann/Frau, Grieche und Ausländer nach einem Gespräch um die Gründe die ihn zu seinem Schritt geführt haben, zu erfahren, Mitglieder werden. Nicht jeder dürfte Mitglied werden. Die Aufgenommenen konnten nach der Probezeit dem inneren Kreis beitreten aber nur wenige konnte die höchste Stufe erreichen und Philosophen genannt werden (17 Frauen hatten diese Stufe erreicht). Er soll auch als erster diesen Begriff geprägt haben. Die Religion verbreiterte sich in vielen griechischen Städten Italiens und Siziliens und in einige bildete sogar die Regierung, wie in Kroton aber auch verfolgt wurden sie und es gab viele Märtyrer unter ihnen. In Kroton gab es einen Putsch der Gegner, die mindestens 400 Pythagoreer umbrachten.

Eine weitere philosophische Schule, die das Wassertrinken aus den gleichen Gründen befürwortete waren die Kyniker wie uns Laertios berichtet, hatte es Diogenes (der mit der Laterne) eingeführt. Er hatte aber nicht so viele Anhänger wie Pythagoras und auch keine Religion gegründet, sondern nur eine philosophische Schule.