Neurologische und andere Schäden durch Heroinabhängigkeit

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Von Prof. Dr. med. Ioannis Benos
Mit dem vorliegenden Beitrag möchten wir nicht die biochemischen Veränderungen, die vor allem das Gehirn betreffen, erläutern, denn das Gehirn ist die Wirkungsstätte der Droge und am häufigsten befallen. Die genauen Vorgänge im Körper wollen wir nicht beschreiben, denn das wäre eine mehrseitige wissenschaftliche Arbeit, die den Leser ermüden würde. Wir wollen hier die Folgekrankheiten des Nervensystems, die durch die Heroinabhängigkeit entstehen, kurz darstellen.
Die Ursachen bei Heroinabhängigkeit, die zu Krankheiten führen sind: 1. Die intravenöse Injektion der Droge. 2. Die ungesunde Lebensweise, die die Abhängigen führen. 3. Die psychotropen Medikamente, die sie zusätzlich einnehmen, weil die Heroindosis nicht ausreicht, sowie das Vermischen dieser Stoffe. 4. Die Droge selbst. Praktisch kann man nicht genau unterscheiden, welche der letzen drei Ursachen die Krankheit hervorgerufen hat. Es spielt auch keine große Rolle. Durch die Injektion können, wenn die Spritze nicht steril ist, zahlreiche Bakterien, Viren und sogar feste Stoffe in die Blutbahn gelangen. Die Folgen sind Blutvergiftung (Sepsis), oft mit tödlichen Ausgang, Abszesse, Embolien und zahlreiche anderer Krankheiten der Organe die sie befallen, vor allem sind es die gut durchblutete Organe wie Herz, Niere, Lunge, Gehirn, aber auch jedes andere Organ. Nach dem Verleihen der Injektionsbestecke kommt es nicht selten zu Hepatitis und AIDS. Da die Konsistenz des Straßenheroins dem User nicht bekannt ist – weil es immer verdünnt wird – kommt es nicht selten immer wieder zu leichten oder schweren Entzugssyndromen, nicht selten pendeln die Abhängigen zwischen Aggression und Passivität. Die Sucht selbst verursacht auch Schlafstörungen, Bewusstseinsstörungen, Dysphorie, Depressionen, Verschlechterung der geistigen Tätigkeit, Sexualstörungen bis zum Erlöschen der Libido, Abnahme der moralischen Skrupel, vegetativen Störungen (Bradykardie, schwacher Puls, Verstopfung, Krämpfe des Darms, des Magens und der Schließmuskeln), Hautveränderungen (blass, fahl, trocken, Pusteln, ). Viel schlimmer sind die neurologischen Störungen (der Koordination, der Sensibilität, EEG-Veränderungen bis zu Krampfanfällen, Tremor, Schwindelzustände). Schwerer noch sind Parkinson ähnliche Symptome, Mono- und Polyneuropathie (Nervenlähmungen), Augenschäden bis zu Blindheit, Zerebrale Ataxie. Krankheiten des Rückenmarks (Myelopathie) und verschiedene Muskelschädigungen. Etliche dieser Krankheiten bleiben auch nach der der Entgiftung von der Droge bestehen. Es gibt aber auch eine Menge Krankheiten, an denen Heroinabhängige leiden, die ich nicht zu erläutern brauche, weil sie selten sind. Wie man sieht, Heroinabhängigkeit ist ein sehr gefährliches Leiden.